Umweltministerin Margit Conrad besuchte den neuen Supermarkt in Bleialf, ein vom Umweltminsterium gefördertes Objekt mit Vorbildfunkton: der neue Supermarkt in Bleialf produziert als "Energiegewinngebäude" nicht nur mehr Energie als er selbst für Wärme und Kälte verbraucht, dort wird vor allem modernste Technologie für Heizung Kühlung eingesetzt.
Der Bauherr nutzt als Basis Erdwärme und hat die gesamte Versorgungstechnik des Supermarkts optimiert. Geothermie kommt die Schlüsselaufgabe in der Energieversorgung dieses Gebäudes zu. Selbst Abwärme wird in diesem System genutzt. Das Solardach produziert die noch notwendige Restenergie. "Dieses Gewerbegebäude ist vorbildlich für viele typenähnliche Gebäude im Land", stellte Minsterin Conrad fest. "Exzellentes Energiemanagement zeigt die Leistungsfähigkeit unserer Ingenieure und des Installationshandwerks."
Der EDEKA-Lebensmittelmarkt wird im April eröffnet. Herzstück wir die geothermische Wärmepumpen-Enerigiezentrale, die den Bedarf zur Wärme-oder Kälteerzeugung managt. Wärme für Heizung und Brauchwasser wird durch acht Geothermie-Endsonden erzeugt. Außerdem wird aus der Erde Energie für die Kühlung gewonnen. Die laufende Kühlanlage erzeugt wiederum Abwärme - diese wird zurückgeholt und steht zusätzlich zur Raumbeheizung, Warmwasserbereitung und für die Klimaanlage des 1850 Quadratmeter großen Supermarktes zur Verfügung.
Im Sommer wird überschüssige Wärme in die Erde zurückgeleitet, eingelagert und die Erhöhung der Temperatur kann später wieder geothermisch genutzt werden. Den verbleibenden Strombedarf deckt die Photovoltaik-Anlage mit 110 kWp. Der Strom wird - ins Netz eingespeist - zur Einnahmequelle.
Conrad: "Unser Ziel, dass mindestens der Energiestandard umgesetzt wird, der sich heute schon rechnet. Ein Gebäude kostet über die Lebensdauer hinweg viel mehr als die reinen Baukosten - diese machen über die Nutzungsdauer nur etwa 20 Przent dieser Kosten aus. Den größten Anteil haben die Betriebskosten mit 80 Prozent. Die Energierechnungen mit steigenden Kosten für die Öl oder Gas stellen hier eine wachsende Belastung für Gebäudeeigentümer und - mieter dar. Nur wer energieeffiziente Gebäude baut oder Altbauten entsprechend saniert kann sich von dieser Entwicklung abkoppeln und langfristig sparen."
Die Baukosten für den EDEKA-Markt betrugen rund 2,225 Millionen Euro, die Mehrkosten für die aufwändige Gebäudetechnik waren rund 100.000 € (ohne die Photovoltaik-Anlage). Im Rahmen des vom Umweltministerium 2008 neu aufgelegten Förderprogrammes "Energieeffiziente Gebäude" erfolgte eine Förderung in Höhe von 50.000 €.
|
|



